„Miteinander – füreinander da sein“ – Eine Therapiehundehalterin startet mit eigenen Projekten durch „Miteinander – füreinander da sein“ – Eine Therapiehundehalterin startet mit eigenen Projekten durch
Von Katharina Horschke Schlichte Schulbesuche oder Therapieeinsätze in Pflegeheimen? Das war gestern. So oder so ähnlich dachte die geprüfte Therapiehundeführerin Martina Schmid wohl, als... „Miteinander – füreinander da sein“ – Eine Therapiehundehalterin startet mit eigenen Projekten durch

Von Katharina Horschke

Schlichte Schulbesuche oder Therapieeinsätze in Pflegeheimen? Das war gestern. So oder so ähnlich dachte die geprüfte Therapiehundeführerin Martina Schmid wohl, als sie ihre Arbeit in der tiergestützten Intervention begann. Sie wollte etwas Eigenes starten, neue Ideen austüfteln und damit Innovationsgeist zeigen.

Auf ihrer Website bietet Frau Schmid die unterschiedlichsten Projekte für Einrichtungen des Schul- und Bildungswesens, Pflegeeinrichtungen sowie gemeinnützige Wohn- und Werkstätten, aber auch für Privatpersonen an. Hierbei handelt es sich um Kurse und Programme, die allesamt über die tiergestützte Intervention funktionieren und von der Therapiehundeführerin selbst entworfen wurden. Doch wie kam Frau Schmid eigentlich auf die Ideen für ihre Projekte?

Als sie zusammen mit ihrer Australian Shepherd Hündin Fenja die Ausbildung zum Therapiehundeteam abgeschlossen hatte, besuchten beide die ersten Einrichtungen. Zu dieser Zeit waren „tiergestützte Intervention“ und „Therapiehund“ Begriffe, welche in Frau Schmids unmittelbarer Umgebung noch weitgehend unbekannt waren. So begann die gelernte Bürokauffrau also damit, Konzepte für verschiedene Projekte zu erstellen. Anfangs waren diese noch als „Kennenlernkurse“ mit nur wenigen Terminen angedacht. „Mit der Freude an meiner Arbeit kamen mir die Ideen für immer neue Projekte und Einsätze wie von selbst“, berichtet die 56-Jährige begeistert.

Ihre Kurse fanden bei den Teilnehmern jedes Mal großen Anklang und motivierten Frau Schmid zu immer neuen Ideen für weitere innovative Projekte. Mit der Unterstützung verschiedener Volkshochschulen und Bildungseinrichtungen entstanden in der Folgezeit schließlich Kurse mit Titeln wie etwa „Der Lesehund in Stadtbibliotheken“, „Persönlichkeitstraining bei der VHS“ oder „Kinder unterwegs… Hunde auch – Wie verhält man sich richtig, wenn einem unterwegs ein Hund begegnet?“.

Inzwischen haben sich Frau Schmids Projekte fast zum Selbstläufer entwickelt. „Zurzeit kommen alle Interessierten von selber auf mich zu“, freut sich die Therapiehundeführerin. Gemeinsam mit ihren (mittlerweile zwei) Therapiehündinnen Fenja und Nuri ist sie regelmäßig in vier verschiedenen Pflegeeinrichtungen, mehreren Demenztagesgruppen oder Kindergruppen anzutreffen. Aus anfänglichen Projekten wurden feste und regelmäßige Termine. Um ihre Hunde zu schützen, ist Frau Schmid jedoch immer sehr darauf bedacht, dass die Arbeit für diese nicht überhandnimmt: „Das Wohlergehen meiner Hunde steht über dem Tagesergebnis der tiergestützten Intervention“. So arbeiten die Vierbeiner nicht öfter als dreimal in der Woche für maximal eine Stunde. Und selbst während dieser Zeit bekommen Fenja und Nuri regelmäßige Ruhepausen.

Obwohl das Therapiehundeteam stets gut beschäftigt ist, freut sich Frau Schmid nach wie vor sehr über Anfragen.

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FotosⒸFrau Schmid

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