Assistenzhundetrainerin Sarah Birman im Podcast Assistenzhundetrainerin Sarah Birman im Podcast
Assistenzhundetrainerin Sarah Birman von der weltweit größten Assistenzhundeorganisation Canine Companions for Independence (CCI) erklärt, warum Assistenzhunde lernen, im Dienst andere Hunde zu ignorieren. Transkription... Assistenzhundetrainerin Sarah Birman im Podcast

Assistenzhundetrainerin Sarah Birman von der weltweit größten Assistenzhundeorganisation Canine Companions for Independence (CCI) erklärt, warum Assistenzhunde lernen, im Dienst andere Hunde zu ignorieren.

Transkription des Podcasts für Hörgeschädigte

Meiner Meinung nach besitzt man einen Assistenzhund, weil man ihn dazu braucht, dass er eine bestimmte Aufgabe für einen erledigt. Dabei ist es egal, ob es ein Diensthund ist, der fallengelassene Schlüssel aufhebt, ein Warnhund für Diabetiker, der einem Schwankungen im Blutzuckerspiegel anzeigt, oder ein Blindenhund, der seinen Besitzer zu einem Zielort führt.

Natürlich leben wir in einer hektischen Welt. Hunde sind mit vielen Ablenkungen im Alltag konfrontiert. Angefangen von Geräuschen über Gerüche, andere Menschen bis hin zu Kleintieren und vor allem anderen Hunden. Es ist sehr wichtig, dass der Assistenzhund diese Ablenkungen während des Einsatzes ignorieren kann. Dies ist eine der Fähigkeiten, die wir bei der Auswahl von Hunden für eine erfolgreiche Karriere als Assistenzhund suchen. Denn Assistenzhunde werden zwar besonders trainiert, bleiben aber immer noch Hunde. Und kein Hund ist gegenüber Ablenkungen vollständig immun. Doch solche Ablenkungen können für den Halter ein ernsthaftes Sicherheitsproblem darstellen. Andere Hunde sind dabei für Assistenzhunde am schwersten zu ignorieren. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn der andere Hundehalter es zulässt, dass sein Hund den Assistenzhund begrüßt. Hunde sind sehr sozial und wollen sich gegenseitig Hallo sagen. Doch je mehr wir die Hunde auf ihren Einsatz in der realen Welt, die voller Ablenkungen ist, vorbereiten, umso höher sind die Chancen auf einen erfolgreich arbeitenden Assistenzhund. Die andere Seite der Medaille ist, dass wir immer damit rechnen müssen, dass andere Menschen den Diensthundeteams ablehnend gegenüberstehen. Manche Leute sind vielleicht allergisch auf Hunde, haben Angst vor ihnen oder die Gründe für Ihre Ablehnung sind kulturell bedingt. Außerdem sind Assistenzhunde in Räumen gestattet, in die Hunde normalerweise keinen Zutritt haben. Deshalb erwarten wir, dass Assistenzhunde quasi unsichtbar sind. Wenn sie also vorpreschen, um andere Hunde zu begrüßen, wenn sie bellen, wenn sie versuchen zu spielen oder sogar Aggression zeigen, wird das als unangebrachtes Verhalten betrachtet. Im Endeffekt wollen wir, dass die Hunde zu 100% auf ihren Halter und auf ihre Aufgaben fokussiert sind, damit sie ihre Arbeit bestmöglich erledigen können.

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